Windrose

Dudde Termine

Nach über einem Jahr Entwicklungszeit ist heute (6. September 2015) die neue Duddefliecher-Wetterstation am Hohenberg offiziell in Betrieb genommen worden. Mit dieser Station haben wir eine zusätzliche wichtige Informationsquelle für Windrichtung, Windstärke und Temperatur in  unserem Fluggebiet. Das hilft,  Fehlentscheidungen zu minimieren und erhöht somit die Sicherheit. Die Daten der neuen Wetterstation sind ab sofort auf unseren Wetter-Übersichtsseiten sowie auf den Hohenberg-Wetterstation-Sonderseiten abrufbar.

Markus Jotter in Aktion beim Montieren der Wetterstation

Markus Jotter in Aktion beim Montieren der Wetterstation

Wo ist die Station genau?

Die Station ist direkt über dem Startplatz Hohenberg (ca. 530 m Höhe, Startrichtung: Nord-West) auf einem Baum montiert. Der Sensor ist an einem Mast befestigt, der einige Meter aus den Baumgipfeln herausragt. Er wird von fast allen  Richtungen frei angeströmt und liefert somit nutzbare Daten nicht nur für den Wind aus westlichen Richtungen. 

Warum gibt es Abweichungen zwischen den verschiedenen Messungen unserer Wetterstationen? 

Jede  Station  misst die Windstärke und Windrichtung genau an der Stelle, wo sie ist. Dass eine Station auf der Kalmit oder auf dem Weinbiet andere Werte liefert als  die auf dem Hohenberg, ist daher selbstverständlich. Eigentlich ist die Station genau wegen diesen Abweichungen gebaut worden: Denn wir wollen wissen, wie der Wind am Hohenbergstartplatz ist, und nicht in 10 bis 20 km Entfernung.

Wie zuverlässig ist die Station?

Bei Wetterstationen gibt es große Unterschiede, in der Qualität sowie im Preis. Im Baumarkt gibt es einige für ein paar Euro,während genormte Wetterstationen eine fünfstellige Summe kosten können. Die Zuverlässigkeit einer Station hängt leider vom Preis ab. Dennoch: wie präzis soll eine Wetterstation für das Gleitschirmfliegen sein? Macht eine Abweichung von +/- 5 Grad bei der Windrichtung wirklich soviel aus? Unsere Erfahrung in der Testphase war außerordentlich positiv. Sowohl die Windstärke als auch die Windrichtung entsprachen dem, was wir am Startplatz und in der Luft vorgefunden haben. 

Leider sind bei allen Wetterstationen Ausfälle nicht auszuschließen. Vor allem im Winter bei niedrigen Temperaturen!kann uns der (nicht beheizte) Sensor im Stich lassen. Blitzschlag ist ein weiteres Risiko: bis jetzt (die Station wurde über drei Monate am Hohenberg getestet) hatten wir selbst bei heftigen Gewitter kein Problem. Das ist aber leider keine Versicherung für die Zukunft. 

Wie ist die Station aufgebaut

Die Wetterstation am Hohenberg ist voll autark. Die Stromversorgung wird durch ein Solarpanel gewährleistet. Die Datenübertragung erfolgt über das Handy-Netz. Das Herzstück ist ein Davis-Sensor sowie die selbstentwickelte Elektronik.

Bei wem sollte man sich für diese Wetterstation bedanken?

Zuerst bei Markus Jotter, dann bei Markus Jotter und zum Schluss dann bei Markus Jotter. In unzähligen Arbeitsstunden hat er die Station konzipiert, umgesetzt und aufgestellt. Selbt in schwierigen Situationen, wenn die Station nicht funktioniert hat wie erwartet, ist er hartnäckig geblieben und hat sich zum Schluss behauptet. Bei der Danksagung sollte man jedoch Martin Dierholf nicht vergessen, der mit Rat und Tat vor allem in den letzten Wochen immer geholfen hat, wie auch Peter Breitner, der den Mast aufgebaut hat. 

Wie geht es nun weiter

Wenn sich die Erfahrung mit dieser Wetterstaton bewährt, wollen wir auch an weiteren  Startplätzen Wetterstationen aufbauen. Die Erstentwicklung war sehr anspruchsvoll, aber ein Nachbau sollte ohne großen Aufwand möglich sein. 

Darüber hinaus wollen wir in den nächsten Monaten auch die Darstellung der Daten auf unseren Internetseiten überarbeiten  und vereinheitlichen. Die kalten und dunklen Wintermonate bieten dafür sehr gute Rahmenbedingungen!